feuer.gif (3080 Byte)

Boomyfire.gif (9853 Byte)

feuer.gif (3080 Byte)

buttzurueck.gif (4587 Byte)

 

Gleich am ersten Abend gab es ein starkes Gewitter. Gewitter ist was Fürchterliches! Immer wieder und wieder zuckt ein grelles Licht über den Himmel, während es ganz arg regnet. Und damit nicht genug – nach jedem solchen „Blitz“ geht ein ohrenbetäubendes Getöse los. Es knallt und kracht und rumort wie wild. Seit frühestem Welpenalter habe ich Angst bei Gewitter. Erst in den letzten drei Jahren habe ich gelernt, dass mir nichts passieren kann solange Frauchen und Herrchen bei mir sind. Früher bin ich richtig in Panik geraten und habe versucht, mich vor dem Schrecklichen zu verstecken. Die hinterste Ecke war mir nicht sicher genug. Ich bin unter den Tisch gekrochen, hab versucht, mich in Mollys Katzenklo einzugraben. Gezittert habe ich am ganzen Körper und vor Angst und Schrecken habe ich laut gewinselt. Das ist vorbei. Aber so ganz egal und geheuer ist mir ein solches Wetter immer noch nicht. Und dann noch weit weg von zu Hause. Weit weg von Molly und unserem gemütlichen Haus. Mir bleibt nichts erspart. Frauchen, Herrchen und Herrchens Kinder (er hat noch einen Sohn –den mag ich auch sehr gern) haben sich mitten auf der Wiese in einen Pavillon gesetzt und ich war natürlich auch dabei. Da drinnen war es wenigstens trocken, aber man hat alles noch deutlicher und lauter mitbekommen als im Haus. Dann ist auch noch Herrchen mit seinem Sohn weggefahren. Der hatte bei sich daheim ein Fenster offen gelassen und wollte deswegen schnell hin, damit es ihm nicht in die Wohnung regnet. Kann ich ja verstehen, aber nun war Herrchen fort – draußen in diesem Inferno! Frauchen und Herrchens Tochter und die Kinder blieben da. Und nicht einmal die Kinder haben sich gefürchtet. Gar kein bisschen. Da kam ich mir mit meiner Angst blöd vor. Ich bin doch schließlich kein feiger Hund! Also hab ich all meinen Mut zusammengenommen und Nerven bewahrt. Ich hab mich vor den Eingang zu diesem Pavillon gesetzt und habe die Kräfte, die da draußen wüteten mit meinem Blick gebannt bis Herrchen wieder zurück war. Es hat dann auch aufgehört zu blitzen und zu donnern. Ich hatte gesiegt! Wie haben mich meine Menschen gelobt! „Unser Boomy ist ein Held“ haben sie gesagt und mich ganz fest und lieb gestreichelt. Und Leckerli gab’s auch! Also – ich sag Euch was: Gewitter ist gar nicht so schlecht!

 

boomyhp03.jpg (190445 Byte)

zurück

weiter