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Frau Dr. Handschuh kam sogar zu mir nach Hause. Das fand ich nett, weil sie so lieb war. Sie hat immer „mein Großer“ zu mir gesagt. Da war ich stolz, das hat mir gefallen. Sie hat mich auch schon wieder gestochen. Aber diesmal hab ich nicht geschlafen. Sie hat wieder Blut abgezapft. Vier Stunden später kam sie noch einmal. Nanu dachte ich mir – war das vorhin nicht genug Blut? Denn sie hatte schon wieder eine Nadel in der Hand. Sonderbarerweise nahm sie aber nicht meine Pfote, die ich ihr schon hingestreckt hatte. Sie ging nach hinten und stach mit der Nadel in meinen Popo! Aaauuuaaa! Das tat weh! Nicht der Stich an sich – den hab ich kaum gespürt. Aber sie hat dann irgendwas aus dieser Nadel in mein Fleisch hinein gespritzt. Und das hat weh getan und gebrannt. Gott sei Dank war es aber ganz schnell vorbei. Ich hab bloß einmal kurz gejault, da hat sie die Nadel schon wieder rausgezogen. „Tut mir leid, mein Großer“ hat sie gesagt und mich gestreichelt und ganz lieb angeschaut dabei. Da konnte ich nicht anders, ich musste ihr ein Bussi auf die Hand geben.

Aus dem Labor, in das mein Blut wieder geschickt worden war, kam dann der endgültige „Befund“: Cushing! Toll, dachte ich, das ist ganz was Besonderes! Ich bin ein Cushing-Hund! Das wäre ja wunderbar, wenn ich nur nicht immer so müde wäre und dauernd Hunger hätte. Auch ein wenig mehr Fell hätte ich gern wieder gehabt.

Am nächsten Tag gab mir Frauchen schon gleich in der Früh ein Stück Wurst. Das war bisher nicht üblich gewesen. Gierig, wie ich war, hab ich die Wurst gleich runter geschluckt. Im letzten Moment hab ich bemerkt, dass in der Wurst noch was anderes drin war. Aber es war schon zu spät, um festzustellen, was das gewesen sein könnte. Von dem Tag an bekam ich jeden Tag als erstes ein Stück Wurst. Jedesmal war da was drin. Aber Frauchen hat mir das immer so schnell in den Mund geschoben, dass ich nie dazu kam, es raus zu befördern, um mal zu sehen, was es war. Sonst ging das Leben wie gewohnt weiter. Allerdings bemerkte ich nach einer Weile, dass ich nicht mehr ganz so schrecklich müde war. Und ich konnte es auch durchaus wieder erwarten, wenn mir Herrchen das Essen hergerichtet hat, bis er damit fertig war. Durst hatte ich auch nimmer so arg. Aber das Tollste war, dass auf meinen Glatzenstellen wieder ein bisschen Fell zu sprießen begann. Nur ein feiner Flaum erst – aber immerhin. Mit der Zeit bekam ich auch wieder Lust zum Spazierengehen. Die Zeit verging und es wäre alles bestens gewesen, wenn nicht meine Frau Dr. Handschuh immer wieder einmal gekommen wäre, um mich zu stechen. Das Blut abnehmen hat auch immer weniger Spaß gemacht, denn sie musste schon recht suchen, bis sie eine passende Stelle gefunden hat. Und der Stich in den Popo hat immer sauweh getan. Nun hatte ich aber wieder Kraft, um mich zu wehren und das hab ich auch getan. So wurde aus den Besuchen von Frau Dr. Handschuh immer eine regelrechte Prozedur. Aber – sie war trotzdem so lieb, dass ich ihr immer wieder verziehen habe.

Irgendwann einmal hat mir Frauchen erklärt, dass ich mit der Wurst in der Früh jedes Mal zwei kleine Gelatinekapseln mit einer Medizin drinnen bekomme. „Vetoryl“ heißt das Zeug und das sorgte dafür, dass es mir immer besser ging. Sowas frisst man dann doch gerne. Einmal ist so eine Kapsel raus gefallen. Da hab ich sie ganz schnell mit der Zunge aufgehoben und runter geschluckt.  Wenn die unters Bett rollt, kann sie mir ja nicht helfen!

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